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Hinsichtlich des in der Aareal Bank AG etablierten Systems zur konzernweiten Messung, Limitierung und
Steuerung von Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen im Risikobericht als Teil des Lageberichts.
Die Angaben gemäß IFRS 7 zur Beschreibung und zum Umfang der aus Finanzinstrumenten resultie-
renden Risiken erfolgen teilweise ebenfalls im Risikobericht. Während die Angaben gemäß IFRS 7.36(a)
und (d) sowie IFRS 7.37 im Vorjahr im Risikobericht gemacht wurden, erfolgen die Angaben nunmehr im
Konzernanhang.
(65) Fair Value der Finanzinstrumente
Der Fair Value (beizulegende Zeitwert) von Finanzinstrumenten i. S. d. IFRS entspricht dem Betrag, zu
dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern, die
nicht unter Handlungszwang stehen, ein Vermögenswert getauscht, bzw. eine Schuld beglichen werden
könnte. Er entspricht insofern dem Betrag, der im Rahmen einer marktüblichen Transaktion zwischen
zwei unabhängigen Parteien für einen Vermögenswert bezahlt wird.
Der Aareal Bank Konzern ermittelt den Fair Value von Finanzinstrumenten anhand der nach IAS 39.48f
vorgegebenen Hierarchie zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts.
Existieren für finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten beobachtbare Marktpreise
auf einem aktiven Markt, so sind diese der bestmögliche objektive Hinweis für den Fair Value dieser Ge-
schäfte. Um den notierten Preis eines Finanzinstruments auf einem aktiven Markt zu ermitteln, muss
eine Transaktion in dem betreffenden Finanzinstrument am Abschlussstichtag bzw. dem letzten Handels-
tag zugrunde liegen. Sofern am Abschlussstichtag keine Transaktion stattfand, muss das bilanzierende
Unternehmen auf Transaktionspreise kurz vor dem Stichtag zurückgreifen.
Für die Bewertung von an der Börse gehandelten Finanzinstrumenten wie Eigenkapitaltitel, Anleihen
und Schuldverschreibungen sowie börsengehandelte Derivate wird grundsätzlich der gültige Marktwert
zugrunde gelegt, sofern ein aktiver Markt vorhanden ist.
Liegt für Finanzinstrumente kein aktiver Markt (mehr) vor, so werden die Fair Values dieser Produkte
mithilfe von Bewertungsmethoden ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte werden im Rahmen einer
Bewertungsmethode über die Marktpreise vergangener Transaktionen des entsprechenden Finanzinstru-
mentes oder aktuell beobachtbarer Marktpreise vergleichbarer Finanzinstrumente abgeleitet.
Sind für bestimmte Produkte keine aus der Vergangenheit stammenden oder vergleichbaren Marktpreise
verfügbar, werden validierte Bewertungsmodelle oder indikative Kurse zur Preisfindung verwendet. Die
Preisfindung der validierten Bewertungsmodelle erfolgt auf Basis von am Markt beobachtbaren Parame-
tern (Zinsen, Volatilitäten, Credit Spreads u. a.). Die Cashflows werden auf Basis der vertraglichen
Fixierung bis zum erwarteten Laufzeitende ermittelt und mit der Zinskurve des relevanten Marktes be-
wertet, ggf. mit Bonitäts- und Liquiditätszuschlägen. Die Anwendung solcher Bewertungsmethoden ist
teilweise mit Einschätzungen des Managements verbunden.
Gemäß dieser Vorgehensweise wird der Fair Value von Wertpapieren, für die kein aktiver Markt existiert,
als Barwert der zukünftigen erwarteten Cashflows unter Berücksichtigung von emittentenspezifischen
Bonitäts- und Liquiditätsspreads oder auf Basis indikativer Kurse ermittelt. Die Bewertung von ABS-
Papieren (im Wesentlichen CMBS und RMBS) erfolgt anhand indikativer Kurse, da sich für diese
Verbriefungstitel bisher kein allgemein anerkanntes Bewertungsmodell durchgesetzt hat (Positionspapier
(D) Berichterstattung
zu den Finanzinstrumenten
164 Geschäftsbericht Aareal Bank Konzern 2008 | Konzernabschluss | Konzernanhang
