3.6.2 Risikomessung und -überwachung Das Management und die Überwachung der Sons- tigen Risiken geschieht im Wesentlichen durch qualitative Maßnahmen. Durch einen konzernweit gültigen ,,Verhaltenskodex für alle Mitarbeiter und Organe (Code of Conduct)" wird bezüglich der Integrität und Professionalität bei jeglichen Hand- lungen ein Rahmen vorgegeben. Der Code bildet den Standard, der für alle Mitarbeiter des Aareal Bank Konzerns, ungeachtet ihrer Position, also auch für Vorstände und die Mitglieder der Auf- sichtsgremien, verbindlich ist. Er beinhaltet somit die grundlegenden Anforderungen an das Ver- halten jeden Mitarbeiters. Für die Einhaltung des Code of Conduct ist jeder Mitarbeiter und jedes Organmitglied selbst verantwortlich. Der Aareal Bank Konzern gewährleistet mit seinen internen Einrichtungen und Richtlinien die Einhaltung dieser Normen. Dazu gehören insbesondere die Revision sowie der Bereich Compliance / Geldwäsche /Datenschutz. Die jeweiligen Füh- rungskräfte tragen Sorge für die Sensibilisierung der Mitarbeiter. Das Management der Strategischen Risken obliegt dem Vorstand der Aareal Bank, der sich hierzu mit dem Aufsichtsrat abstimmt. Eine Unterstützung erfolgt dabei durch den Bereich Corporate Development, z. B. durch die laufende Beobach- tung von Entwicklungen mit etwaigen geschäfts- politischen Implikationen. Chancen- und Prognosebericht Entwicklung der Rahmenbedingungen Die sich bereits ab 2006 abzeichnende Ver- schlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbe- dingungen ist durch die Finanzmarktkrise deutlich verstärkt worden. Gegen Ende des Jahres 2008 ist die weltweite Konjunktur massiv eingebrochen. Viele Länder be- finden sich bereits in einer Rezession oder stehen am Rande einer solchen. Belastet wird die verschlechterte Wirtschafts- entwicklung zusätzlich durch die Finanzmarktkrise, hohen Wertberichtigungen in Kombination mit höheren Eigenkapitalanforderungen an Banken und weiteren Faktoren wie das Sichern eigener Liqui- dität durch Anlage bei Zentralbanken. Eine Folge davon sind beschränkte Kreditvergabemöglich- keiten der Banken. Des Weiteren drücken die gesunkenen Vermögen der privaten Haushalte auf die Konsumneigung. Die ohnehin schon einge- trübten Stimmungsindikatoren sind in den letzten Monaten des Jahres 2008 drastisch nach unten gegangen. Die schlechte Stimmung und die negativen Erwartungen in zahlreichen Wirtschafts- bereichen stellen eine weitere hohe Bürde für die wirtschaftliche Entwicklung der kommenden zwölf bis 24 Monate dar. Diese Faktoren lassen eine starke Belastung für die verschiedenen Nachfragesegmente Unternehmen- sinvestitionen, Konsum und Exporte im Jahr 2009 erwarten. Die Belastung einzelner Nachfragekom- ponenten, etwa des Konsums durch gesunkene Vermögen, führen über Rückkopplungs- und Multiplikationseffekte auch zu negativen Effekten auf die anderen Nachfragekomponenten. Es steht zu erwarten, dass dieser Abschwung im Jahr 2009 anhalten wird und sich auch im Jahr 2010 nur langsam eine leichte Erholung der Wirtschaft ein- stellt. Für die Weltwirtschaft ist zu erwarten, dass die Wirtschaftsleistung im Jahr 2009 weitgehend stag- nieren wird. Die entwickelten Volkswirtschaften dürften fast durchgängig mit einer sinkenden Wirt- schaftsleistung zu kämpfen haben und sich in einer Rezession befinden. Auch in den Schwellen- ländern Asiens wird sich die Konjunktur merklich abkühlen, jedoch sind hier noch positive Wirt- schaftswachstumsraten zu erwarten. Aufgrund des Konjunkturabschwungs wird weltweit mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit gerechnet, der sich bis in das Jahr 2010 ziehen kann. Die zahlreichen Maßnahmenpakete der Staaten zur Unterstützung der Finanzmärkte tragen zur Stabilisierung bei und wirken insofern positiv. Die unterschiedliche Ausrichtung der Rettungspakete 101Geschäftsbericht Aareal Bank Konzern 2008 | Konzernlagebericht