Ausnahme des Verkaufs der LEG Nordrhein-West- falen mit 93.000 Wohnungen wurden vorwiegend Pakete mit weniger als 3.000 Wohneinheiten gehandelt. Trotz rückläufiger Transaktionen blieben internationale Finanzinvestoren weiterhin am deutschen Wohnungsmarkt engagiert. Inzwischen fokussieren sie sich allerdings stärker auf das Bestandsmanagement als auf den Weiterverkauf. Insbesondere wurde das Mieterprivatisierungs- und Mieterhöhungspotential von einigen kurz- fristig orientierten Investoren überschätzt, die mit teils sehr optimistischen Renditeziele in den Markt gegangen waren. Die moderate Erholung des Wohnungsmarktes hielt an. Die Mieten stiegen nach Untersuchun- gen der Beratungsgesellschaft F+B Forschung im Durchschnitt aller Städte und Mietspiegel in Deutschland im Vergleich zu 2007 um 1,7 %. Der Wohnungsleerstand war weiterhin rückläufig. Die Mietsteigerungspotentiale und Leerstandsquoten unterschieden sich jedoch regional deutlich. Während in ländlichen Regionen der Leerstand ­ besonders von Geschosswohnungen ­ weiter zunahm, reduzierte sich die Quote in den Städten. Das Mietgefälle zwischen Wachstumszentren und ländlichen sowie wirtschaftlich schwachen Regionen verstärkte sich weiter. Resümee Die Aareal Bank Gruppe ist in der institutionellen Wohnungswirtschaft mit ihrem Segment Con- sulting/Dienstleistungen aktiv. Das Segment bietet der institutionellen Wohnungswirtschaft über ihre 100 %ige Tochtergesellschaft Aareon AG und den Bankbereich Wohnungswirtschaft Dienstleistungen und Produkte für die Verwaltung von Wohnungs- beständen (siehe Seite 54). Die im Abschnitt ,,Institutionelle Wohnungswirtschaft" aufgezeigten Branchenthemen wurden im Geschäftsjahr 2008 frühzeitig und pro-aktiv aufgegriffen. Sie fließen kontinuierlich in die Weiterentwicklung der Produkte und Dienstleistungen dieses Segments ein (siehe Geschäftsentwicklung des Segments, Seite 71ff). Konzernertragslage 01.01.-31.12.2008 01.01.-31.12.2007 in Mio. Euro Zinsüberschuss 472 411 Risikovorsorge im Kreditgeschäft 80 77 Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 392 334 Provisionsüberschuss 150 142 Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 0 1 Handelsergebnis -23 -26 Ergebnis aus Finanzanlagen -95 206 Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 7 68 Ergebnis aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien -1 1 Verwaltungsaufwand 347 361 Sonstiges betriebliches Ergebnis 34 18 Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 0 3 Betriebsergebnis 117 380 Ertragsteuern 39 72 Konzernjahresüberschuss 78 308 Konzernfremden Gesellschaftern zugeordneter Konzernjahresüberschuss 18 18 Gesellschaftern der Aareal Bank AG zugeordneter Konzernjahresüberschuss 60 290 Die Aareal Bank Gruppe hat in einem für die gesamte Finanzbranche extrem schwierigen Jahr 2008 ein positives Betriebsergebnis in Höhe von 117 Mio. erzielt (bereinigt 153 Mio. ; Vor- jahr: 380 Mio. ; bereinigt 159 Mio. ). Unter Berücksichtigung von Steuern und auf Konzern- fremde entfallende Ergebnisanteile ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter in Höhe von 60 Mio. (Vorjahr: 290 Mio. ). Der Zinsüberschuss erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 14,8 % auf 472 Mio. (Vorjahr: 411 Mio. ). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Margen, den Ersatz von ,,Senior Un- secured"-Emissionen durch Pfandbriefe und das günstigere Zinsumfeld zurückzuführen. Nach Berücksichtigung der Risikovorsorge in Höhe von 80 Mio. (Vorjahr: 77 Mio. ) ergibt sich ein 65Geschäftsbericht Aareal Bank Konzern 2008 | Konzernlagebericht